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Hühner

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Hühner

Eigentlich war die Idee Hühner anzuschaffen in zweierlei Hinsicht sehr abwegig:
Zum einen hatte ich große Angst vor Hühnern aufgrund eines Zwischenfalles
in meiner Kindheit und zum anderen war unsere Cockerhündin Luisa in der Vergangenheit
sehr professionell in einen Hühnerstall eingebrochen und hatte dort nicht die Absicht
Freundschaften zu schließen.

Allen Widrigkeiten zum Trotz hatte mich aber die Idee gepackt, ein besserer Clickertrainer zu werden.
Alle Infos die ich zu diesem Thema recherchierte endeten immer wieder bei Viviane Theby und ihrem
Hühner-Clickertraining. Grundvoraussetzung für meine Teilnahme an den 5-tägigen Seminaren war,
dass ich keine Angst mehr vor dem Federvieh hatte.

Also baute mein lieber Mann unseren Geräteschuppen im Garten zum Hühnerstall um und drei junge Zwerg-Cochin-Damen zogen dort ein.

Der tägliche Kontakt zu den Hühnern therapierte meine Angst und die drei Hennen wurden schnell zutraulich.
Inzwischen sind noch ein paar Damen dazu gekommen und unsere bunte Hühner-WG macht mir sehr viel Freude.
Die Hennen sind alle handzahm. Drei von ihnen werden bereits von mir mit dem Clicker trainiert.

Warum mit einem Huhn clickern?


Nein, man kann Hühnern nicht beibringen auf Kommando Eier zu legen oder von selbst in die Suppe zu springen, das ist auch gar nicht das Ziel beim Clickertraining mit Hühnern. Bei den "Chicken-Camps" oder Hühnermodulen in der Tierakademie von Viviane Theby geht es eigentlich nicht um die Ausbildung der Hühner, sondern um die Ausbildung der Menschen. Hier lernt man das "Handwerkszeug des Trainings" in puncto: Lerntheorie, Timing, Trainingspläne, Beobachtung, Verhaltensketten, Signalkontrolle, viel Geduld und so weiter.

Warum Hühner? Weil Hühner für dermaßen intensives Training perfekt sind. Hühner sind sehr ausdauernd und können den ganzen Tag fressen. Die Federtiere bieten in ihrem Verhaltensrepertoire: Laufen, picken, flattern, scharren und vieles mehr. Dies bietet ausreichend Möglichkeit, ihnen verschiedene Aufgaben beizubringen. Hühner sind in ihren Bewegungen und ihrer Wahrnehmung sehr schnell und viel schlauer als mancher glaubt.

Das Training mit Hühnern erfordert ein sehr gutes Timing und eine präzise Beobachtungsgabe, viel Geduld und schnelle Reaktion.
Erbarmungslos werden dem Trainer seine Trainingsfehler aufgezeigt, da ein "falscher Click" dazu führen kann, dass das Training in die falsche Richtung geht - hier werden die eigenen Schwächen schmerzlich deutlich. "You get, what you click, not what you want"! Und wenn der gefiederte Trainingspartner nun etwas ganz anderes macht als geplant? Dann ist in Wirklichkeit der Mensch auf dem Holzweg! Da der Mensch, der am Tischrand steht dem Huhn ziemlich egal ist, haben Schimpfen und Meckern wenig Wirkung! Man kann das Huhn nicht zwingen oder unter Druck setzen, um ein bestimmtes Verhalten zu bekommen, denn dann flattert es vom Tisch oder verweigert einfach die Mitarbeit. Für den Trainingserfolg mit einem Huhn muss man also die Lerntheorie und das Handwerk der positiven Verstärkung verstehen und richtig anwenden.

Der Trainer lernt in einem Hühnerseminar auf die denkbar schnellste und effektivste Weise Tiere zu trainieren. Das Wissen, dass der kleine "Knackfrosch" in unserer Hand ein so präzises und wirkungsvolles Kommunikations-Mittel ist, eröffnet uns unendliche Möglichkeiten im Training mit Tieren. Das man einem Huhn beibringen kann eine lange Wegstrecke um Pylonen zu laufen oder 15 Sekunden auf ein Signal zu warten, hätten wir niemals für möglich gehalten - aber es geht. Dass aller Beste am Training über positive Bestärkung ist, dass man geradezu ein "Multi-Tool", also ein Handwerkszeug für alle Bereiche, erwirbt und die erlernten Fähigkeiten bei allen Tieren anwenden kann.


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